Podiumsgespräch: Der Hungerplan in Charkow. Zwischen Erinnern und Vergessen

Datum: 
13. September 2012
Ort oder Sender: 

Berlin

Die deutsche Kriegführung gegen die Sowjetunion beinhaltete die gezielte wirtschaftliche Ausplünderung des Landes. In einer Aktennotiz vom 2. Mai 1941 hielten deutsche Staatsekretäre fest, "zig Millionen" Menschen verhungern zu lassen. In den Großstädten und insbesondere in den frontnahen Gebieten herrschten schon wenige Wochen nach dem Einmarsch Hungersnöte. Das bekannsteste Beispiel ist die Blockade Leningrads, bei der etwa eine Million Menschen umkamen. Auch die Bevölkerung der Stadt Charkow wurde gezielt ausgehungert. Durch die systematische Ausplünderung starben dort im Winter 1941/42 etwa 12.000 Menschen. Dennoch ist dieses Thema in der Bundesrepublik weitgehend unbekannt.

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