Internationale Tagung: Gemischte Familien und patrilineare Juden. Hybride Identitäten des Jüdischen

Datum: 
01. November 2012 - 03. November 2012
Ort oder Sender: 

Zürich - Schweiz

Im deutschsprachigen Raum sowie weltweit leben mittlerweile mehr als 50 % der Jüdinnen und Juden mit nichtjüdischen Partnern. Vor allem für Eltern und Kinder entsteht dabei eine besondere Situation, da den Gestaltungsmöglichkeiten einer „gemischten“ religiösen, kulturellen Identität formal Grenzen gesetzt sind: Im Judentum gilt traditionell das Gesetz der Matrilinearität, d.h. jüdisch ist, wer eine jüdische Mutter hat – oder wer konvertiert. In diesem Spannungsfeld erleben und gestalten teiljüdische Paare, Familien und ihre (erwachsenen) Kinder in unterschiedlicher Form tagtäglich ihre „gemischte“ Identität - in ihrem persönlichen Umfeld, sowie in ihren gesellschaftlichen und nationalstaatlichen Kontexten. Intensive Forschung hierzu kommt vor allem aus den USA, zunehmend jedoch auch aus Europa.

In der deutschsprachigen Wissenschaft findet das Thema trotz seiner gesellschaftlichen Relevanz (noch) nicht die entsprechende Beachtung. Die Tagung setzt sich daher zum Ziel, auf dieses Feld aufmerksam zu machen und mit Hilfe der Forschungsarbeiten internationaler WissenschaftlerInnen neue Perspektiven zu eröffnen. Ein Schwerpunkt der Tagung sind Familien mit jüdischem Vater, wobei sich die Auseinandersetzung nicht auf diese beschränkt. Angesprochen ist ein breites Publikum: Für Forschende wie Betroffene werden Möglichkeiten zu Austausch, Vernetzung und zum gemeinsamen Entwickeln von Handlungsstrategien angeboten.

Die Tagung findet am Institut für Erziehungswissenschaft an der Universität Zürich statt. Anmeldungen werden erbeten bis zum 15. Juli.

Weitere Informationen zu Anmeldung, Unterkunft, Programm etc. oben unter Download bzw. auf der Webseite der Veranstaltung  oder per E-Mail: orga [at] hybridejuedischeidentitaeten [dot] org