Die Geschichtsmesse ist eine jährlich stattfindende Veranstaltung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, die jeweils einem Thema der deutsch-deutschen Geschichte im europäischen Kontext gewidmet ist. Das dreitägige Forum wendet sich bundesweit an Träger und Institutionen der kommunalen Bildungs- und Kulturarbeit, an Lehrer, Vertreter von Museen und Gedenkstätten, an Mittler der historisch-politischen Bildungsarbeit sowie an die Medien. Ziel ist es, eine möglichst breite, öffentliche Auseinandersetzung mit der deutschen Teilung und Einheit zu fördern. Die Teilnahme steht sowohl Institutionen als auch interessierten Privatpersonen offen.
Im Jahr 2012 wird unter anderem die Diktaturaufarbeitung in Deutschland und Europa bilanziert – mit Blick auf das Jahr 2014, wenn sich der Beginn des Ersten Weltkrieges zum 100. Mal, der des Zweiten Weltkrieges zum 75. Mal, die Revolutionen gegen die kommunistischen Diktaturen zum 25. Mal und die EU-Osterweiterung zum zehnten Mal jähren.
Donnerstag, 8. März 2012
14:00 Uhr Begrüßung
Dr. Anna Kaminsky, Geschäftsführerin Bundesstiftung Aufarbeitung
Dr. Jens Triebel, Oberbürgermeister Suhl
14:15 – 14:30 Uhr Einführung
Dr. Jens Hüttmann, Bundesstiftung Aufarbeitung
14:30 – 15:30 Uhr Impulsvortrag
Deutungskämpfe um die Vergangenheit. Geschichtspolitik und europäische Öffentlichkeit seit 1990, Prof. Dr. Helmut König, RWTH Aachen
Anschließend im Gespräch mit Prof. Dr. Bernd Faulenbach, Stellvertretender Vorsitzender Bundesstiftung Aufarbeitung
Moderation: Dr. Ulrich Mählert, Bundesstiftung Aufarbeitung
15:30 – 16:00 Uhr Kaffeepause
16:00 – 17:30 Uhr Podiumsgespräch
Gedächtnis und Geschichtsvermittlung in der Einwanderungsgesellschaft
- Dr. Nevim Çil, Humboldt Universität zu Berlin
- Dr. Johannes Meyer-Hamme, Universität Hamburg [angefragt]
- Philipp Harpain, Grips Theater Berlin
- Cahit Basar, Lehrer an einer Kölner Gesamtschule
- Moderation: Dr. Jens Hüttmann, Bundesstiftung Aufarbeitung
18:00 – 19:00 Uhr Abendessen
19:00 – 21:00 Uhr Öffentliche Filmvorführung und anschließendes Gespräch mit Zeitzeuginnen. Ein Tag zählt wie ein Jahr – Die Frauen von Hoheneck
- Margot Jann
- Anita Goslar
- Ingeborg Linke
- Gabriele Stötzer [angefragt]
Freitag, 9. März 2012
09:00 – 10:00 Uhr Parallele Projektpräsentationen
- Projektvorhaben von Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.: Praktische Geschichtsvermittlung in der Einwanderungsgesellschaft
- Projekte und Vorhaben von deinegeschichte.de
10:00 – 10:30 Uhr Kaffeepause
10:30 – 13:00 Uhr Parallele Projektpräsentationen
- Geschichtsvermittlung in der Einwanderungsgesellschaft
- Demokratie und Diktatur in Europa
- Gelebte Geschichte: Zeitzeugen in der Bildungsarbeit
- Innere Einheit und deutsch-deutsche Beziehungen
13:00 – 15:00 Uhr Mittagspause
15:00 – 18:00 Uhr Fortführung der parallelen Projektpräsentationen
18:00 – 19:30 Uhr Abendessen
19:30 – 21:00 Uhr
Aggression auf Filzpantoffeln oder Leisetreterei? Entspannungspolitik in Geschichte und Gegenwart
- Björn Engholm, Ministerpräsident Schleswig-Holstein a. D. [angefragt]
- Rainer Eppelmann, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Aufarbeitung
- Moderation: Christian v. Ditfurth, Historiker und Schriftsteller, Berlin
Samstag, 10. März 2012
09:00 – 10:00 Uhr Vortrag
Versöhnung als Modell der historischen Aufarbeitung? Prof. Dr. theol. Hans-Richard Reuter, Westfälische Wilhelms-Universität Münster [angefragt]
10:00 – 10:30 Uhr Kaffeepause
10:30 – 12:30 Uhr Podiumsgespräch
Die Zukunft der Aufarbeitung – Aufarbeitung und kein Ende? Wie weiter mit der Aufarbeitung?
- Roland Jahn, Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik, (BStU)
- Joachim Liebig, Evangelische Landeskirche Anhalts
- Linda Teuteberg, MdL Brandenburg [angefragt]
- Prof. Dr. Rainer Eckert, Zeitgeschichtliches Forum Leipzig
- Alexander Cammann, Die Zeit [angefragt]
Moderation: Dr. Ulrich Mählert, Bundesstiftung Aufarbeitung
Kontakt
Projektleitung: Dr. Jens Hüttmann, Elena Alzate
Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Kronenstraße 5
10117 Berlin
Telefon: +49 (30) 31 98 95 - 203
Fax: +49 (30) 31 98 95 - 224
E-Mail: geschichtsmesse [at] stiftung-aufarbeitung [dot] de
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