Mit der Studienreise und Fortbildungsveranstaltung nach Niederbronn-les-Bains im Elsass laden wir Sie ein, Orte im Elsass kennen zu lernen, die abseits der großen Publikumsmagnete Straßburg oder Colmar liegen, durchaus aber Erinnerungsorte europäischer Geschichte und Identitätsbildung sind. Wir möchten Sie einladen, sich mit uns auf eine freie und spielerische Spurensuche durch Zeiten und Landschaften zu begeben. Das Seminar findet als Kooperationsveranstaltung des Landesverbandes Hessen mit dem Centre de Rencontre Albert-Schweitzer und OuverTüre e.V. (www.ouvertuere.org) statt.
Folgende Programpunkte sind u.a. geplant:
Kriegsgräberstätte Niederbronn als Lernort
Kriegsgräberstätten zählen zu den seltenen Orten, an denen die Auswirkungen der Ereignisse der Geschichte auf das individuelle Schicksal in eindrücklicher Weise gegenwärtig sind – so auch auf der Kriegsgräberstätte in Niederbronn-les-Bains, die wir als Lernort entdecken wollen.
Besuch der KZ-Gedenkstätte Natzweiler-Struthofi und des Centre européen du résistant déporté
Neben dem ehemaligen Lagergelände und dem Museum zur Geschichte des Konzentrationslagers beleuchtet das 2006 eröffnete Centre européen du résistant déporté die Geschichte der europäischen Widerstandsbewegegung gegen Faschismus und Nationalsozialismus (www.struthof.fr).
Wanderung nach Waldersbach und Musée Oberlin
Von Schirmeck aus wandern wir nach Waldersbach ins Steintal – dem ein oder anderen von Ihnen vielleicht von Büchners Lenz vertraut – und entdecken die Welt des Pfarrer Oberlin (1740 – 1826), der unerlässlich den sozialen Fortschritt durch Wissensvermittlung förderte und als einer der Vordenker der Pädagogik gilt. (www.musee-oberlin.com)
Skurillitäten am Wegesrand: Die Denkmalstraße von 1870/71
Was brüllt der hessische Löwe an einer kleinen, versteckten route départementale? Alle haben sie sich verewigt, Preußen, Bayern, Hessen, Württemberger und Thüringer in Erinnerung an eine gewonnen Schlacht im deutsch-französischen Krieg. Die Häufung der Denkmäler mutet skurill an – und macht nachdenklich…
Le grand fossé: Ein geteiltes Dorf als deutsch-französischer Mikrokosmos?
Es ist eine altbekannte, vielbeschriebene Geschichte in der Literatur, doch was passiert wirklich, wenn man eine Grenze durch ein Dorf zieht, wie man es 1815 in Scheibenhardt gemacht hat? Wie reagieren die Bewohner?
Organisatorisches
Die Anreise erfolgt selbstständig - Mitfahrgelegenheiten können auf Wunsch und bei Gelegenheit vermittelt werden. Der TN-Beitrag für das viertägige Seminar beträgt 160,- EUR (EZ) bzw 150,- EUR (DZ).
Die Veranstaltung ist für hessische LehrerInnen beim IQ als Fortbildungsveranstaltung akkreditiert. Hessische lehrkräfte erhalten bevorzugt TN-Plätze.
Anmeldung hier oder bei: judith [dot] zimmermann [at] volksbund [dot] de

