Wir möchten mit unserem Projekt russischen und deutschen Jugendlichen die Möglichkeit geben, ihre eigene Erinnerungserzählung zu den Geschehnissen von Stalingrad 1942/43 zu verfassen und sie eigengestalterisch in der Form eines Kurzfilmes umzusetzen. Dabei geht es um die Auseinandersetzung mit den historischen Tatsachen und Erinnerungskulturen beider Seiten, um die Wahrnehmung einzelner Schicksale sowie um die Bedeutung der Vergangenheit für das eigene, das heutige Leben.
Das Projekt wird unterstützt von FilmstudentInnen aus Deutschland und GeschichtsstudentInnen aus Russland. Sie werden als dt.-rus. Freiwilligenteams die Begegnung fachkompetent begleiten.
Die dt.-rus. Jugendbegegnung (24 TeilnehmerInnen, im Alter von 18 bis 25 Jahren) wird in Volgograd stattfinden. Volgograd wurde als Ort der Begegnung gewählt, weil er ein Fluchtpunkt von Identitätsbildung auf deutscher wie auch auf russischer Seite ist.
Neben einem Programm, das dem interkulturellen Austausch dient wird es bei der Begegnung um die gemeinsame Auseinandersetzung zu Geschichte und Auswirkungen kriegerischer Konflikte (bezogen auf die Zeit des 2. Weltkriegs) gehen. Das in Spurensuchen, Zeitzeugengesprächen und Archivarbeiten erworbene Wissen werden die TeilnehmerInnen dann eigenschöpferisch mit ihrer Lebenswirklichkeit verknüpfen, indem sie mit der Unterstützung der Studententeams ihre eigene Geschichten an und über diesen Ort in Form poetisch-dokumentarischer Kurzfilme erzählen, sich als in die Geschichte eingebundene Persönlichkeiten begreifen und sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusster werden.
Veranstalter
Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge - Landesverband Hessen Academy of Visual Arts, Frankfurt am Main Staatliche Universität Volgograd Anmeldung bis zum 15.04.2010 Informationen: judith [dot] zimmermann [at] volksbund [dot] de

