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Methodenkoffer zur Quellenedition „Kinder über den Holocaust. Frühe Zeugnisse 1944-1948“

Interview mit Bettina Frank - Schauspielerin und freischaffende Theaterpädagogin, Berlin/ Leipzig, u.a. am Theater der Jungen Welt. Der von Bettina Frank und Helen Lauchart (Heldenfabrik Berlin) entwickelte Methodenkoffer kann am Theater der Jungen Welt in Leipzig ausgeliehen werden. die Entwicklung des Koffers wurde von der Stiftung EVZ gefördert.

Das Interview wurde im Rahmen des Seminars "Schriftzeugnisse und Theater" der Seminarreihe "Bildungsarbeit mit Zeugnissen" der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" geführt (Mai 2009). Schwerpunkt des Seminars in Leipzig bilden die methodischen Zugänge zu schriftlichen Zeugnissen von Opfern des HolocaustDer Begriff Holocaust  kommt aus dem Griechischen, bedeutet "vollständig verbrannt" und bezeichnet den Völkermord an den 6 Millionen Juden durch die Nationalsozialisten. Dieser Völkermord zielte auf die vollständige Vernichtung der europäischen Juden. Er wurde mit dem staatlich propagierten Antisemitismus begründet und im Zweiten Weltkrieg seit 1941 systematisch, ab 1942 auch mit industriellen Methoden durchgeführt. und der ZwangsarbeitSchon ab 1936 wurden Sinti und Roma in kommunale KZ eingewiesen und mussten Zwangsarbeit leisten. Ende 1938 Zwangsarbeit für "Asoziale" und arbeitslose Juden. Im Krieg wurden KZ-Häftlinge und zwangsrekrutierte Zivilarbeiter aus den besetzten Ländern, vor allem aus Osteuropa, zur Arbeit in der deutschen Industrie, Landwirtschaft sowie der Bau- und Rüstungswirtschaft gezwungen und in mehr als 30.000 Lagern unter brutalen Bedingungen ("Vernichtung durch Arbeit") ausgebeutet. Die Anklage im Nürnberger Prozess ging von einer Gesamtzahl von 12 Millionen Zwangsarbeitern aus., die in den Jahren der Verfolgung bzw. Haft und Verschleppung entstanden sind oder kurz danach.

Von Lisa Just und Birgit Marzinka

Entstehung des Koffers (Länge 0:55)

Der theaterpädagogische Methodenkoffer zur Quellenedition „Kinder über den Holocaust. Frühe Zeugnisse 1944-1948“ entstand als Doppelvorschlag gemeinsam mit dem dazugehörigen Theaterstück.

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Kofferinhalt (Länge 2:52)

Im Koffer sind Methoden und Anleitungen für unterschiedliche Bildungssituationen enthalten, es können damit mehrere Doppelunterrichststunden bis Projekttage gefüllt werden. Zusätzlich werden Warming Ups und Cool Downs angeboten.

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Methodenbeispiel (Länge 2:42)

Frau Frank stellt die verschiedenen Methoden der Themenreihe „der Blick auf die Erwachsenen“ vor.

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Ansatz des physischen Theaters (Länge 1:56)

In ihrer Arbeit verfolgt sie den Ansatz des physischen Theaters, der die intellektuelle Auseinandersetzung mit einer gelenkten körperlichen Erfahrung verbindet.

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Mögliche Schwierigkeiten (Länge 1:53)

Eine mögliche Schwierigkeit den Koffer anzuwenden könnte darin liegen, dass Gruppen immer sehr unterschiedlich sind und es nicht möglich ist, dafür ein allgemeingültiges Rezept zu kreieren. Oft ist es anfänglich in den Workshops schwierig, die Jugendlichen zu motivieren, dass sie mitmachen. Doch im Verlauf des Workshops ist dies normalerweise kein Problem mehr.

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Durchführung des Projekts (Länge 3:55)

Im ersten Schritt stellten die Macher/innen die Gruppe nach Castings zusammen und im Zweiten führten sie gruppendynamische und schauspielerische Übungen durch. In den weiteren Schritten erarbeitete sich die gesamte Gruppe nach und nach das Theaterstück.

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Die Arbeit mit den Jugendlichen (Länge 2:37)

Ziele des Projekts waren u.a., das Theaterstück gemeinsam mit den Jugendlichen zu entwickeln und die Protokolle nicht nachzuspielen.

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Theaterstück (0:25)

Das Herz des Theaterstücks sind die Protokolle der Quellenedition „Kinder über den Holocaust. Frühe Zeugnisse 1944-1948“.

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