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Kinder über den Holocaust. Frühe Zeugnisse 1944-1948 - eine Quellenedition für die pädagogische Arbeit

Interview mit Elisabeth Kohlhaas- Diplom-Politologin, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Lehrerbildung und Schulforschung der Universität Leipzig

Das Interview wurde im Rahmen des Seminars "Schriftzeugnisse und Theater" der Seminarreihe "Bildungsarbeit mit Zeugnissen" der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" geführt (Mai 2009). Schwerpunkt des Seminars in Leipzig bilden die methodischen Zugänge zu schriftlichen Zeugnissen von Opfern des HolocaustDer Begriff Holocaust  kommt aus dem Griechischen, bedeutet "vollständig verbrannt" und bezeichnet den Völkermord an den 6 Millionen Juden durch die Nationalsozialisten. Dieser Völkermord zielte auf die vollständige Vernichtung der europäischen Juden. Er wurde mit dem staatlich propagierten Antisemitismus begründet und im Zweiten Weltkrieg seit 1941 systematisch, ab 1942 auch mit industriellen Methoden durchgeführt. und der ZwangsarbeitSchon ab 1936 wurden Sinti und Roma in kommunale KZ eingewiesen und mussten Zwangsarbeit leisten. Ende 1938 Zwangsarbeit für "Asoziale" und arbeitslose Juden. Im Krieg wurden KZ-Häftlinge und zwangsrekrutierte Zivilarbeiter aus den besetzten Ländern, vor allem aus Osteuropa, zur Arbeit in der deutschen Industrie, Landwirtschaft sowie der Bau- und Rüstungswirtschaft gezwungen und in mehr als 30.000 Lagern unter brutalen Bedingungen ("Vernichtung durch Arbeit") ausgebeutet. Die Anklage im Nürnberger Prozess ging von einer Gesamtzahl von 12 Millionen Zwangsarbeitern aus., die in den Jahren der Verfolgung bzw. Haft und Verschleppung entstanden sind oder kurz danach.

Von Lisa Just und Birgit Marzinka

Publikation (Länge 1:26)

In einem Kooperationsprojekt zwischen der Universität Leipzig, dem Jüdischen Historischen Institut Warschau und der Vereinigung „Gegen Vergessen – Für Demokratie“ entstand die Quellenedition „Kinder über den Holocaust. Frühe Zeugnisse 1944-1948“.

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Entstehung der Interviews (Länge 2:23)

Die Zentrale Jüdische Kommision, die 1944 entstand und sich aus Überlebenden zusammensetzte, entschied schon in diesen Jahren den Holocaust zu dokumentieren. Insgesamt wurden über 7000 Interviews geführt, darunter über 400 mit Kindern. Die Interviews wurden von Laien geführt und nachträglich aufgeschrieben.

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Unterschiedliche Fragebögen (Länge 0:33)

Es gab zwischen den Erwachsenen und den Kindern unterschiedliche Fragebögen.

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Bildungsarbeit (Länge 1:32)

Es gibt einige Möglichkeiten die Interviewzeugnisse, so Kohlhaas, in der Bildungsarbeit zu verwenden. Vor allem über das Alter und das Individuum ist eine Annäherung an die Schicksale der Kinder möglich.

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Pädagogische Handreichung (Länge 1:02)

Zur Quellenedition „Kinder über den Holocaust. Frühe Zeugnisse 1944-1948“ wird demnächst eine pädagogische Handreichung veröffentlicht, die die Anwendungsmöglichkeiten der Interviews in der Bildungsarbeit darstellt.

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Ziel der Interviews (Länge 0:30)

Die Intension der Interviews war eine Bestandsaufnahme der Kinder zu machen. Punkte wie: Wie haben sie den Holocaust überlebt und wie ging es ihnen dabei? waren den damaligen Macher/innen sehr wichtig.

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Auswahl der Interviews (Länge 3:24)

Mit dieser Auswahl der Interviews wollten die Herausgeber/innen der Quellenedition vor allem das Spektrum des Überlebens breit widerspiegeln. Doch nicht nur das Exemplarische wollten sie darstellen sondern auch das Ungewöhnliche und sehr Bewegende.

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