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Deutschland. Ein Denkmal.

In den Jahren von 1933 bis 1945 überzog das nationalsozialistische Regime ganz Europa mit einem komplexen System an Unrechtsstätten. Neben den Konzentrations- und Vernichtungslagern wurden unter Bezeichnungen wie "Arbeitserziehungslager", "JugendschutzlagerMoringen, Uckermark. Konzentrationslager für Kinder und Jugendliche, die den Behörden in negativer Weise auffielen. Das Jugend-KZ Moringen war 1940 das erste Lager für männliche Jugendliche, dem 1943 u. 1944 zwei Außenlager angegliedert wurden. Das Jugend-KZ Uckermark für Mädchen wurde 1942 bei Ravensbrück eröffnet, das Nebenlager Dallgow/Döberitz 1944. Ab Dezember 1942 wurden in Polen im Bezirk Lodz ein "Polen-Jugendverwahrlager" mit zwei Nebenlagern eingerichtet, in dem Kinder und Jugendliche beiderlei Geschlechts im Alter ab 2 Jahren inhaftiert waren." oder "Polizeihaftlager" Stätten errichtet, in denen die Lebensbedingungen kaum anders waren als in den Konzentrationslagern.

Viele dieser Unrechtsstätten sind heute vergessen, das Ausmaß der Verfolgung nahezu unbekannt. Das Hagener Karl Ernst Osthaus-Museum erfasst seit 1996 einen Großteil dieser 'vergessenen Orte' systematisch in einer Datenbank. Bislang wurden über 3.600 Orte aufgenommen. Basierend auf den gesammelten Fakten wurden verschiedene Karten erstellt, welche die Topographie der Verfolgung als Bild darstellen.

Das Projekt ist als 'offenes Archiv' konzipiert und steht unter ständiger Bearbeitung und Erweiterung. Anregungen, Kritik und Beiträge sind daher sehr willkommen. Hintergrundinformationen in Deutsch und in Englisch zum Konzept des Projekts sowie Literaturhinweise und ein Linkkatalog ergänzen das Online-Angebot.

Link

http://www.keom.de/denkmal