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Ein Fotoalbum aus Auschwitz

Es handelt sich um das private Fotoalbum des SSAbk. für "Schutzstaffel", gegründet 1925 als Leibgarde Hitlers. Ab 1929 unter Himmler Entwicklung zur Eliteeinheit der Partei. Nach der Entmachtung der SA 1934 selbständige Organisation der NSDAP und schrittweise Verschmelzung mit der staatlichen Polizei. Die SS war zuständig für die innenpolitische Machtsicherung, die Inspektion sowie die Bewachung der KZ durch bewaffnete "Totenkopfverbände". Nach 1939 spielte die SS die entscheidende Rolle bei der Eroberungs- und Vernichtungspolitik. Die Farbe der Uniform war schwarz, Erkennungszeichen ein doppeltes S in Runenform und der Totenkopf.-Obersturmführers Karl Höcker aus der Zeit zwischen Mai und Dezember 1944 in Auschwitz-Birkenau, als er Adjutant des Kommandanten Richard Baer war. Es enthält 116 Fotos, die ihn, SS-Wachmannschaften und Nazifunktionäre bei Freizeitvergnügungen, Betriebsausflügen und Vorbereitungen des Weihnachtsfestes zeigen, während gleichzeitig der Massenmord an den ungarischen Juden von diesen Tätern auf Hochtouren betrieben wurde.

Höcker, geboren 1911 in Engershausen, Kreis Lübbecke, von Beruf Sparkassenangestellter, trat 1933 der SS bei. Stationen seiner Tätigkeit waren ab 1940 das KZ Neuengamme, das SS-Wirtschafts-Verwaltungshauptamt in Oranienburg sowie die Lager MajdanekStadt in Ostpolen, nach der deutschen Besetzung im sogenannten Generalgouvernement (GG). Nach Planungen der SS Stützpunkt für ein Imperium im Osten. Ort des Konzentrations- und Vernichtungslagers Majdanek für Polen und Juden., Auschwitz und Mittelbau-Dora.

In Auschwitz stieg Höcker als Adjutant des Kommandanten Richard Baer zum SS-Obersturmführer auf. Bei KriegsendeAm 8. Mai 1945 in Europa durch die bedingungslose Kapitulation Deutschlands. Ende des Zweiten Weltkrieges am 15. August 1945 mit der Kapitulation Japans. in einer SS-Kampfgruppe im Raum Hamburg geriet Höcker in britische Gefangenschaft. Seinen Dienst in den Vernichtungslagern Majdanek und Auschwitz konnte er erfolgreich verbergen. Bis 1963 war er als Hauptkassierer bei der Kreissparkasse in Lübbecke tätig. Im Frankfurter Auschwitz Prozess (1963-1965) behauptete er, von der Massenvernichtung in Birkenau nichts gewusst zu haben. Da ihm eine direkte Tatbeteiligung nicht nachgewiesen werden konnte, wurde er wegen Beihilfe zum Mord an mindestens 3000 Menschen zu lediglich 7 Jahren Zuchthaus verurteilt. 1970 vorzeitig entlassen, arbeitete er weiter als Bankangestellter. Im Jahr 2000 starb er im Alter von 88 Jahren in seinem Heimatort Lübbecke.

Die jetzt an die Öffentlichkeit gelangten sensationellen Bilder beweisen Höckers enge Komplizenschaft mit Rudolf Höss, Josef Megele und anderen SS-Verantwortlichen für die Mordmaschinerie in Auschwitz, zugleich aber auch auf schockierende Weise seine Lügen im Prozess.

Höckers Fotoalbum, das ein Offizier der US Armee des CIC ( Counter Intelligence Corps) 1946 in Frankfurt am Main in einer verlassenen Wohnung gefunden und an sich genommen hatte, wurde von diesem unter der Bedingung der Wahrung seiner Anonymität erst 2007 dem Archiv des U.S. HolocaustDer Begriff Holocaust  kommt aus dem Griechischen, bedeutet "vollständig verbrannt" und bezeichnet den Völkermord an den 6 Millionen Juden durch die Nationalsozialisten. Dieser Völkermord zielte auf die vollständige Vernichtung der europäischen Juden. Er wurde mit dem staatlich propagierten Antisemitismus begründet und im Zweiten Weltkrieg seit 1941 systematisch, ab 1942 auch mit industriellen Methoden durchgeführt. Museums in Washington übergeben.

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