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Holocaust und Zweiter Weltkrieg auf englischsprachigen Websites

Hanns-Fred Rathenow ist Professor am Institut für Gesellschaftswissenschaften und historisch-politische Bildung an der Technischen Universität zu Berlin.

Von Prof. Hanns-Fred Rathenow

Drei englischsprachige Websites, die ihren Ursprung in den USA haben, sich jedoch mit einer Fülle weiter führender Links und Hinweisen als hilfreich bei der Suche nach englischsprachigen Beiträgen zu den Feldern HolocaustDer Begriff Holocaust  kommt aus dem Griechischen, bedeutet "vollständig verbrannt" und bezeichnet den Völkermord an den 6 Millionen Juden durch die Nationalsozialisten. Dieser Völkermord zielte auf die vollständige Vernichtung der europäischen Juden. Er wurde mit dem staatlich propagierten Antisemitismus begründet und im Zweiten Weltkrieg seit 1941 systematisch, ab 1942 auch mit industriellen Methoden durchgeführt. und Nationalsozialismus erweisen:

Weitere Ressourcen

Imperial War Museum

http://london.iwm.org.uk/server/show/nav.00b005006
In Großbritannien selbst dürften Linkliste und Informationen des Imperial War Museum London zu einer Fülle von Themen um Nationalsozialismus und Holocaust zu denjenigen Quellen zählen, die am schnellsten und effektivsten zu Ergebnissen führen, wenn über diesen Gegenstand gearbeitet werden soll.

Genocide Documentation Centre, University of the West of England

http://www.ess.uwe.ac.uk/genocide/
Völkermorde und Kriegsverbrechen, insbesondere in der Zeit des „Dritten Reiches“ werden auf breiter Grundlage durch Links erschlossen.

ARC-Webseite

http://www.deathcamps.org/
Diese Website ist nach den Angaben ihrer Betreiber denjenigen Juden und SintiAuch Cinti. Bezeichnung für die im deutschen, west- und mitteleuropäischen Sprachraum seit 1400 lebende nationale Minderheit, die Teil der seit 1979 mit beratendem Status bei der UNO akkreditierten Weltorganisation der "Romani-Union" ist. Die Bezeichnung leitet sich vermutlich von der Herkunft aus der nordindischen Region Sindh ab. Die ca. 40.000 heute in Deutschland lebenden deutschen Sinti, deren Vorfahren schon seit mehr als 500 Jahren hier ansässig waren, unterscheiden sich von den Roma durch sprachliche Unterschiede (Dialekte und Lehnwörter) und kulturelle Traditionen ("Zigeuner" Romanes). und RomaDie Sammelbezeichnung "Zigeuner", für die ethnische Minderheit der Sinti und  Roma gilt als diskriminierend. Sinti und Roma, die bekanntesten der 5 Hauptgruppen, kamen als Migranten aus Indien. Seit über 600 Jahren leben Sinti und Roma in Europa. Sie sind meist katholische Christen, die balkanischen Roma häufig Muslime. Die Sinti und Roma sind oft über Generationen in ihren Heimatorten verwurzelt. Von den Nationalsozialisten wurden sie wie die Juden aus rassistischen Gründen verfolgt. Nach Schätzungen wurden ca. 500.000 in KZ, Ghettos und durch Massenerschießungen im Zweiten Weltkrieg ermordet. gewidmet, die in den Todeslagern von BelzecErstes der drei Vernichtungslager der "Aktion Reinhard" (Sobibór, Treblinka) im besetzten Polen zu Ermordung der Juden. Anfänglich Arbeitslager, wurde Belzec ab November 1941 Vernichtungslager. Die drei Gaskammern wurden mit Kohlenmonoxydabgasen von Dieselmotoren betrieben. Im Juni 1942 Bau neuer Gaskammern mit der Kapazität von jeweils mehr als 1.000 Menschen. Bis Ende 1942 wurden über 600.000 Menschen, überwiegend Juden, aber auch Sinti und Roma, ermordet. Im Frühjahr 1943 Auflösung des Lagers, Beseitigung der Spuren durch Exhumierung und Verbrennung der menschlichen Überreste., Sobobor und TreblinkaNordöstlich von Warschau errichtetes größtes Vernichtungslager der "Aktion Reinhard", nach Belzec und Sobibór im Juni/Juli 1942 zur Steigerung der Tötungskapazitäten errichtet. Von Angehörigen der Aktion T4 geplant, mit SS-Hilfspersonal betriebene Mordstätte für ca. 900.000 Menschen, vor allem Juden aus dem Warschauer Ghetto, dem Bezirk Radom und vielen europäischen Ländern sowie Tausenden Sinti und Roma. Nach dem Aufstand der "Arbeitsjuden" am 2. August 1943 Auflösung, Beseitigung der Spuren, Tarnung des Ortes durch Überbauung mit einem Bauernhof. den Tod fanden. In ihrer Selbstdarstellung beschreiben sie die Ziele der ARC-Website (ARC=Aktion ReinhardNicht eindeutig geklärte, allgemein auf Reinhard Heydrich bezogene Tarnbezeichnung für die planmäßige Durchführung der "Endlösung" durch Giftgas in den drei speziell eingerichteten Todeslagern Belzec, Sobibór und Treblinka. Zwischen März 1942 und Oktober 1943 wurden 1,75 Millionen Juden aus Polen und anderen europäischen Ländern sowie Tausende Sinti und Roma im Rahmen der "Aktion Reinhard" ermordet. Camps) wie folgt:

  • Who we are: The ARC team mainly consists of private Holocaust researchers. Our task is to uncover the history of the Aktion Reinhard Camps, and to tell the world about all aspects of the extermination of Jewry in East Europe. We are constantly attempting to help the relatives of people murdered in the Aktion Reinhard Camps discover their relatives' fate, and to commemorate them. This work is our long-term commitment to Holocaust history. The website is maintained by Michael Peters (webmaster). Secretary: Chris Webb.
  • History: The ARC Group was founded by three private Holocaust researchers in 2002: Peter Laponder, Michael Peters, and Chris Webb. Starting point was a Treblinka model, presented on the internet by Michael Peters. Little by little more interested people joined the group. Meanwhile members in the following states are doing their best to improve the website: Austria, Denmark, Germany, the Netherlands, Poland, South Africa, Sweden, the UK and the USA.

Holocaust Centre Beth Shalom

http://www.holocaustcentre.net/
Beth Shalom ist 1995 als erste britische Holocaust Bildungs- und Gedenkstätte gegründet worden. Es beschreibt sich selbst als “a place of memory of the victims of the Holocaust and as a place to teach future generations about its happening and consequences. The Holocaust Centre signifies a physical and permanent space that convey a message that if the victims' wasted lives are to have any meaning at all, we must not only learn about what happened, but also learn from it.”

University of Sussex, Centre for German-Jewish Studies

http://www.sussex.ac.uk/Units/cgjs/
Das Centre for German-Jewish Studies, an der Universität Sussex in Brighton ist 1994 gegründet worden und versteht sich als Studienzentrum für jüdische Geschichte und Kultur in Europa. The primary aim of the Centre’s teaching and research activities is the re-evaluation of how the history of Jews in German-speaking lands is studied. The Centre attracts international scholars who actively contribute to scholarship in German-Jewish studies through teaching and research, focussing on political, social, literary and intellectual German-Jewish history. Given the location of the Centre, another key objective is to research the history of Jewish refugees and their families to the United Kingdom during and after the Second World War. The Centre also focuses on projects related to the history of anti-Semitism, the Holocaust and its effects on post-war history until today. The Centre's archival collection, located in the University of Sussex Library, is being developed in accordance with these main themes. There is a particular interest in materials documenting the histories of German-Jewish families since the Enlightenment, including diaries, letters, oral testimony, survival narratives and other biographical sources recording the history of refugees.”

Das Jüdische Museum London

http://www.jewishmuseum.org.uk/
Zu den wesentlichen Aufgaben des jüdischen Museums gehört es, die Begegnung mit überlebenden Zeitzeugen des Holocaust zu ermöglichen: “The Jewish Museum offers sensitive and thought provoking Holocaust educational programmes that examine the moral, spiritual and personal dimension, through a focus of accurate and evidence based historical material. Survivor testimony is a key resource and visitors have a rare opportunity to 'witness the witness' by meeting a Holocaust survivor and hearing them tell their story. The approach is inclusive and draws meaningful links with other groupings and topics such as racism today, refugees from conflict and oppression, citizenship and human behaviour. There is an emphasis on thinking skills, literacy, empathy, interpretation, analysis and spiritual development.”

Leo-Baeck-Institut London

http://www.leobaeck.co.uk/
Das Leo Baeck Institut, benannt nach dem dem letzten großen Repräsentanten des deutschen Judentums, wurde 1955 gegründet. Zu seinen Arbeitsfeldern zählt die Geschichte der Juden in Deutschland und in deutschsprachigen Ländern ab der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zur Zerstörung durch die Nationalsozialisten. Mit seinen Arbeitszentren in Jerusalem, London und New York begreift es sich selbst als eines der führenden Forschungsinstitute auf dem Gebiet der jüdischen Geschichte und Kultur.

Anne Frank1929 in einer deutsch-jüdischen Familie in Frankfurt am Main geboren. Die Familie Frank emigrierte 1933 nach Amsterdam. Ab Juli 1942 lebte die Familie im Versteck in einem Hinterhaus. Anne Frank dokumentierte das Leben in ihrem Tagebuch. Im August 1944 wurde die Familie durch Verrat entdeckt und über das Lager Westerbork nach Auschwitz deportiert, wo die Mutter starb. Anne Frank und ihre ältere Schwester Margot wurden im Oktober 1944 nach  Bergen-Belsen gebracht, wo beide im März 1945 an Typhus starben. Der Vater überlebte Auschwitz. Anne Franks Tagebuch wurde in vielen Sprachen veröffentlicht. Educational Trust London

http://www.annefrank.org.uk/
Die 1991 gegründete gemeinnützige Gesellschaft „promotes positive attitudes towards differences, particularly in ethnicity, religion and culture, and helps empower people to reject all forms of bigotry, prejudice and intolerance in their daily lives. This is achieved through its major travelling exhibition that tours the UK. The brand new cutting edge, interactive exhibition Anne Frank + You was launched in June 2005 to coincide with the anniversary of Anne Frank’s birth on 12 June 1929. (…) The exhibition is particularly highly valued by teachers and youth workers as a means of teaching citizenship, history and English, and the Trust provides guided tours for school and youth groups. (…) The brand new exhibition Anne Frank + You brings the messages of Anne Frank firmly into 21st century Britain to address the attitudes and behaviours of today’s young people, and challenge them in a thought provoking, interactive and dramatic way. The messages of Anne’s diary are presented through themes such as conflict versus peace, responsibility versus indifference, inclusiveness versus discrimination and personal and multiple identities, and will be a journey of self discovery for young people. Anne Frank + You is already exciting local authorities all over the country and bodies such as the Football Association, Prison Service and Metropolitan Police are developing plans to use it as a force for good.“

Holocaust and Anti-Racism Centre

http://www.holocaust-antiracism.org.uk/
Dieses Centre ist eine Einrichtung des London Jewish Cultural Centre. Es beschreibt sein Selbstverständnis wie folgt: Although the Holocaust stands as the central issue of modern Jewish history, the Department's role is to emphasise its continuing and inescapable relevance for humanity as a whole. To this end the Department runs pioneering and influential educational programmes in the UK, and also – under the auspices of the International Task Force for Holocaust Education – in Eastern Europe and, from 2005, in China. The Department also acts as an advisor on issues related to the Holocaust and racism for many organisations including the BBC.”

Centre for Jewish Studies, Universität Manchester

http://www.mucjs.org/hsstats.htm
Dieses Centre bietet eine umfangreiche Linkliste vor allem zu denjenigen britischen Universitäten an, die Jewish Studies einschließlich Holocaust Studies im universitären Bereich anbieten.