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Empfehlung Lebensbericht

Gesegnet sei die Phantasie – verflucht sei sie!

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Batsheva Dagan: Gesegnet sei die Phantasie – verflucht sei sie! Erinnerungen von "Dort" ÜberLebenszeugnisse. (2005) Metropol Verlag Berlin, 120 S., 16,- € (mit einem Nachwort von Constanze Jeiser zur Lebensgeschichte der Autorin)

Batsheva Dagans Gedichte sind eine Erinnerung an ihre Erlebnisse als junges Mädchen im KonzentrationslagerKonzentrationslager (NS- Abkürzung: KL), nach 1933 eingerichtet zur Ausschaltung politischer Gegner, zur Einschüchterung der Bevölkerung und zur Isolierung und Vernichtung unerwünschter sozialer, ethnischer und religiöser Minderheiten sowie Kriegsgefangener. Der SS unterstellt, waren die Lager der ordentlichen Rechtsprechung entzogen. Der Tod von Millionen Menschen durch unzureichende Ernährung und Unterbringung, durch Zwangsarbeit, Krankheiten und Misshandlungen war beabsichtigt. Bis 1945 gab es im NS-Machtbereich tausende Lager, Nebenlager und Außenkommandos.. Auch wenn sich Poesie und KZ auszuschließen scheinen, so haben Verfolgte gerade während der Haft die Schrecken des Erlebten in dieser besonderen Form ausdrücken wollten.

Batsheva Dagans Gedichte in einer bildreichen, direkten Sprache, die auch für Jugendliche verständlich ist, sind Erinnerungen an ihre Erlebnisse als junges Mädchen in Ghettos und Lagern. Sie gibt im Rückblick Antworten auf die Frage, was es bedeutete, unter den Bedingungen von Verfolgung und Konzentrationslager zu leben. 1925 wurde sie als Isabella Rubinsteig in Łódź geboren. Mit Eltern und Geschwistern floh sie vor den Deutschen in die damalige UdSSR, kam 1941 dort ins Ghetto.

Während ihre Eltern und eine Schwester nach Auflösung des Gettos in TreblinkaNordöstlich von Warschau errichtetes größtes Vernichtungslager der "Aktion Reinhard", nach Belzec und Sobibór im Juni/Juli 1942 zur Steigerung der Tötungskapazitäten errichtet. Von Angehörigen der Aktion T4 geplant, mit SS-Hilfspersonal betriebene Mordstätte für ca. 900.000 Menschen, vor allem Juden aus dem Warschauer Ghetto, dem Bezirk Radom und vielen europäischen Ländern sowie Tausenden Sinti und Roma. Nach dem Aufstand der "Arbeitsjuden" am 2. August 1943 Auflösung, Beseitigung der Spuren, Tarnung des Ortes durch Überbauung mit einem Bauernhof. ermordet wurden, entkam sie mit gefälschten Papieren der DeportationZwangsumsiedlung von Juden sowie Sinti und Roma aus ihren Wohnungen zunächst in besondere Unterkünfte, Häuser und städtische Lager, in Osteuropa in Ghettos, KZ, Arbeits- und Straflager sowie Tötungszentren. Deportationen wurden sprachlich als "Aussiedlung" oder "Evakuierung" getarnt, um das eigentliche Ziel, die Ermordung, zu vertuschen. und gelangte als polnisches Dienstmädchen zwangsverpflichtet nach Schwerin in Mecklenburg. Nach einer Denunziation wurde sie von der GestapoAbk. für Geheime Staatspolizei, am 26.4.1933 von Göring als preußischem Ministerpräsidenten eingerichtet, (Zentralbehörde: Geheimes Staatspolizeiamt Gestapa). 1934 Reichsbehörde unter Himmler als Reichsführer SS und Chef der Dt. Polizei, mit Kriminalpolizei zur Sicherheitspolizei vereinigt, ab 1939 als Amt IV im Reichssicherheitshauptamt. Ohne Bindung an Recht und Gesetz verhängte die Gestapo Haft in Gefängnissen und KZ, folterte, ermordete politische Häftlinge, ausländische Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und war beteiligt an den Mordaktionen der Einsatzgruppen. verhaftet und kam nach Aufenthalten in mehreren Haftanstalten im Mai 1943 achtzehnjährig nach Auschwitz-Birkenau. Sie überlebte dort bis zur EvakuierungNationalsozialistischer Tarnbegriff für die Deportation und Tötung von Juden, Sinti und Roma und Slawen in Ghettos, Arbeits-, Konzentrations- und Straflagern sowie Tötungszentren. Deportationen wurden sprachlich als "Aussiedlung" und "Evakuierung" getarnt, um das eigentliche Ziel, die Ermordung, zu vertuschen. des Lagers und wurde mit einem "Todesmarsch" zurück nach Mecklenburg in das Lager Malchow verschleppt. (siehe auf dieser Website das Projekt zum Lager Malchow [node:4290]) Ihre BefreiungBedingungslose Kapitulation Deutschlands, Kriegsende in Europa. erlebte sie am 2. Mai in Lübz durch die Britische Armee.

Seit 1946 lebt Batsheva Dagan in Israel. Von Ihrer Familie entkamen nur wenige dem HolocaustDer Begriff Holocaust  kommt aus dem Griechischen, bedeutet "vollständig verbrannt" und bezeichnet den Völkermord an den 6 Millionen Juden durch die Nationalsozialisten. Dieser Völkermord zielte auf die vollständige Vernichtung der europäischen Juden. Er wurde mit dem staatlich propagierten Antisemitismus begründet und im Zweiten Weltkrieg seit 1941 systematisch, ab 1942 auch mit industriellen Methoden durchgeführt. . Sie ist Psychologin und arbeitet mit Jugendlichen und Lehrern in Israel, Europa und den USA als Zeitzeugin. Sie entwickelte u.a. eine Methode, das Thema "ShoahDer Begriff stammt aus dem Hebräischen und bedeutet Unheil bzw. große Katastrophe. Er bezeichnet den Völkermord an den 6 Millionen Juden durch die Nationalsozialisten. Dieser Völkermord zielte auf die vollständige Vernichtung der europäischen Juden. Er wurde mit dem staatlich propagierten Antisemitismus begründet und im Zweiten Weltkrieg seit 1941 systematisch, ab 1942 auch mit industriellen Methoden durchgeführt. " Kindern zu vermitteln. Die Illustrationen von Yaakov Gutermann begleiten ihre Schilderungen, sodass in der sehr persönlichen Zwiesprache von Gedicht und Bild zugänglich wird, worin das Ungeheuerliche des Holocaust bestand.