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Wojciech Lenarczyk, Andreas Mix, Johannes Schwartz, Veronika Springmann (Hg.): KZ-Verbrechen. Beiträge zur Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager und ihrer Erinnerung (2007) Metropol Verlag Berlin, 256 S., 19,00 €

Dieser Band präsentiert die Ergebnisse des zwölften Workshops zur Geschichte der KonzentrationslagerKonzentrationslager (NS- Abkürzung: KL), nach 1933 eingerichtet zur Ausschaltung politischer Gegner, zur Einschüchterung der Bevölkerung und zur Isolierung und Vernichtung unerwünschter sozialer, ethnischer und religiöser Minderheiten sowie Kriegsgefangener. Der SS unterstellt, waren die Lager der ordentlichen Rechtsprechung entzogen. Der Tod von Millionen Menschen durch unzureichende Ernährung und Unterbringung, durch Zwangsarbeit, Krankheiten und Misshandlungen war beabsichtigt. Bis 1945 gab es im NS-Machtbereich tausende Lager, Nebenlager und Außenkommandos., der vom 26. bis zum 30. Oktober 2005 in Lublin in Zusammenarbeit mit den Gedenkstätten MajdanekStadt in Ostpolen, nach der deutschen Besetzung im sogenannten Generalgouvernement (GG). Nach Planungen der SS Stützpunkt für ein Imperium im Osten. Ort des Konzentrations- und Vernichtungslagers Majdanek für Polen und Juden. und Belźec stattfand. Diese 1994 von Studenten gegründete Veranstaltung wird jährlich im Herbst von Doktorandinnen und Doktoranden der Zeitgeschichte außerhalb des universitären Rahmens organisiert, seit 2000 in unmittelbarer Nähe von KZ-Gedenkstätten. In den Arbeitsgruppen werden Ergebnisse eigener Forschungen sowie methodische Konzepte vorgestellt und spezifische Fragen und Probleme der Forschung fächerübergreifend diskutiert.

An dem Workshop 2005 nahmen insgesamt 42 Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus Polen, Litauen, Weißrussland, Dänemark, Großbritannien, Japan, Österreich und Deutschland teil. Mit der Wahl des Tagungsortes Lublin wurde erstmals die deutsche Sprachgrenze überschritten in der Absicht, das Diskussionsforum in Richtung Mittel und Osteuropa zu öffnen. Erstmals sollten auch die großen NS-Konzentrationslager auf dem Gebiet des heutigen Polen - Auschwitz, Majdanek, Stutthof und Groß-Rosen mit ihren Außenlagern, die Zwangsarbeitslager und Ghettos in Galizien und Westweißrussland sowie die Vernichtungsstätten Belźec, Sobibor und TreblinkaNordöstlich von Warschau errichtetes größtes Vernichtungslager der "Aktion Reinhard", nach Belzec und Sobibór im Juni/Juli 1942 zur Steigerung der Tötungskapazitäten errichtet. Von Angehörigen der Aktion T4 geplant, mit SS-Hilfspersonal betriebene Mordstätte für ca. 900.000 Menschen, vor allem Juden aus dem Warschauer Ghetto, dem Bezirk Radom und vielen europäischen Ländern sowie Tausenden Sinti und Roma. Nach dem Aufstand der "Arbeitsjuden" am 2. August 1943 Auflösung, Beseitigung der Spuren, Tarnung des Ortes durch Überbauung mit einem Bauernhof. im Zentrum stehen.

Dabei wurde nicht nur die Geschichte der Orte während der deutschen Besatzung thematisiert, sondern auch die Ikonografie von Mahnmalen und Ausstellungen sowie Konzepte der Bildungsarbeit in den Gedenkstätten und die Problematik des modernen "Gedenkstättentourismus". Die Beiträge der 17 Autorinnen und Autoren in diesem Sammelband behandeln Biografien einzelner KZ-Täter, die Bedeutung von Sport und Musik im KZ sowie Fragen zukünftiger Erinnerungskultur und Neugestaltungen von Dauerausstellungen.