Suche

CFP: Umgang mit Holocaust in der Schule. Praxisbeispiele und Erfahrungsberichte / Teaching about and Learning from the Holocaust

Im Jahr 2004 ist die Schweiz der "International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA)" beigetreten, die heute 31 Mitgliedstaaten umfasst. Die IHRA fördert in Bezug auf den Holocaust Erinnerung, Forschung und Bildung. Im März 2017 übernimmt die Schweiz für ein Jahr den Vorsitz der IHRA. Im Rahmen dieses Vorsitzes organisiert die Pädagogische Hochschule des Kantons Waadt in Lausanne in Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule Luzern die Internationalen Studientage zum "Umgang mit Holocaust in der Schule - Praxisbeispiele und Erfahrungsberichte."

Vor mehr als zehn Jahren führte die Schweiz den "Nationalen Tag des Gedenkens an den Holocaust und der Verhütung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit" ein, der jedes Jahr am 27. Januar begangen wird. Dieser Termin markiert die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee. Mit dem Holocaust-Gedenktag wird sowohl die Aufrechterhaltung der Erinnerung an den Holocaust als
auch die Vermittlung der Geschichte des Holocausts angestrebt, darüber hinaus auch die Reflexion über die Verbrechen selber und den Umgang damit, und schliesslich soll der interkulturelle und interreligiöse Dialog zu Menschenrechten und Toleranz ermöglicht werden. Die Internationalen Studientage zum "Umgang mit Holocaust in der Schule - Praxisbeispiele und Erfahrungsberichte." vom 22. und 23. Januar 2018
sollen die bisherigen Aktivitäten spiegeln und gleichzeitig Anregungen geben, wie dieses schwierige Thema im Unterricht angemessen und erfolgreich vermittelt werden kann. 

Die Fragen zum Umgang mit dem Holocaust stellen sich in jedem Land im jeweiligen nationalen Kontext. Jedes Land hat aufgrund seiner eigenen Geschichte und seiner Beziehung zur Vergangenheit eine andere Antwort darauf. Neben dem nationalen Kontext beeinflusst auch das Zielpublikum die didaktischen und methodischen Angehensweisen. Ein Ziel der Studientage ist deshalb auch, Handlungsmöglichkeiten für Lehrer/-innen aufzuzeigen, die möglichst wirkungsvoll an die Geschichte des Holocausts erinnern und gleichzeitig unerwünschte Widerstände und störende
Nebeneffekte minimieren.

Die Internationalen Studientage geben Lehrpersonen und Dozierenden aus den verschiedenen Mitgliedstaaten der IHRA und insbesondere auch aus der Schweiz die Gelegenheit, ihre aktuellen Praxisbeispiele und ihre Erfahrungen zur Diskussion zu stellen. Ziel ist es, den internationalen Austausch zwischen den Teilnehmenden zu fördern und eine Vielfalt von Perspektiven zu eröffnen, sodass alle voneinander lernen können.

Die Studientage sind die praktische Fortsetzung der Internationalen Konferenz, die von der IHRA und der Pädagogischen Hochschule Luzern im Februar 2016 organisiert wurde. Dieser Anlass war der empirischen Forschung über den Umgang mit Holocaust gewidmet und wurde international stark beachtet. Für die Internationalen Studientage im Januar 2018 ist es nun eine besondere Chance und eine neue Herausforderung, den Umgang mit Holocaust unter der Perspektive der praktischen Umsetzung zu
betrachten und die Erfahrungen auszutauschen. Die Studientage sollen einerseits das Lehren über und das Lernen vom Holocaust anregen und andererseits auch curriculare und bildungspolitische Rahmenbedingungen verbessern.

Wie Sie einen Beitrag einreichen

Folgende Personengruppen sind besonders eingeladen, einen Beitrag einzureichen: Lehrer/-innen, Lehrerbildner/-innen, kulturelle Vermittler/-innen und andere Fachleute, die mit Erfahrungen haben im Umgang mit Holocaust mit Schülerinnen, Schülern und Studierenden.

Bevorzugt angenommen werden Beispiele, die über konkrete Erfahrungen berichten, zum Beispiel über gelungene Lektionen, Unterrichtsreihen oder Projekte, über ausserschulische Vermittlungspraktiken, über audiovisuelle und digitale Lehrmittel und Lernmaterialien, die im Umgang mit Holocaust verwendet wurden und wo bereits praktische Erfahrungen gesammelt werden konnten.

Die Beitragsvorschläge sollen Ziele, Ablauf, Stärken und Schwierigkeiten der Bildungsangebote thematisierten. Das Programm für die Internationalen Studientage umfasst Hauptvorträge, Plenarsitzungen und Workshops, basierend auf den Vorschlägen, die eingereicht werden. Um ein kohärentes Programm mit vielen
Diskussionsmöglichkeiten zu ermöglichen erfolgt die Auswahl der Beiträge entlang folgender Kriterien: Interessantes Beispiel mit klarem Bezug zum Holocaust; identifizierbare und relevante Ziele, eindeutige Charakterisierung von Stärken und Herausforderungen. Das Organisationskomitee achtet zudem auf eine Ausgewogenheit verschiedener Perspektiven (Bildungsansätze, Unterrichtssequenzen, Lehrmaterialien), verschiedener Zielpublika sowie Herkunftsländer der Beitragenden aus den Mitgliedstaaten der IHRA. Die Spesen der ausgewählten Referentinnen und Referenten (Anreise, Übernachtung, Mahlzeiten) werden durch die Organisatoren der Internationalen Studientage übernommen.

Formalia der Beitragsvorschläge

Die Vorschläge sollten nicht mehr als 3'000 Zeichen (inklusive Leerzeichen) aufweisen. Die Präsentationen dauern 20 Minuten und können in Französisch, Deutsch oder Englisch vorgetragen werden. Weiter muss mit der Eingabe ein kurzer Lebenslauf der Beitragenden sowie - falls möglich - die Angabe der Institution, für die die Referentin, der Referent tätig ist, aufgeführt sein.

Die Kommunikationssprachen während der Studientage sind Französisch, Deutsch oder Englisch.

Die Vorschläge müssen bis spätestens 2. Mai 2017 an die folgende Adresse
gesandt werden: 

E-Mail: nadine [dot] fink [at] hepl [dot] ch

English version

In 2004, Switzerland joined the International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA). Now numbering 31 member states, the aim of the IHRA is to promote remembrance, research and education of the Holocaust. In March 2017, Switzerland will assume the Chairmanship of the IHRA, which it will hold for one year. As part of this Chairmanship, the University of Teacher Education in Lausanne, in collaboration with the University of Teacher Education in Lucerne, is organizing international study days on the theme of "Teaching about and Learning from the Holocaust: Practices and Experiences in Education".

The study days are intended in particular for teachers and for trainers in educational institutions. More than ten years ago, Switzerland introduced the "International Day
of Holocaust Remembrance and of Prevention of Crimes against Humanity" on 27. January each year - a symbolic date corresponding to the liberation of the Auschwitz-Birkenau camp by the Red Army. This day is dedicated to the work of reflection and to perpetuating memory and history of the Holocaust and of the genocides which marked the 20th century, as well as to human rights, to tolerance and to interreligious
and intercultural dialogue. The aim of the study days "Teaching about and Learning from the Holocaust: Practices and Experiences in Education" is to support educational work and approaches on these issues, as they might be addressed in a school context.

The question of teaching about and learning from the Holocaust arises in a number of national contexts, with each country having a different response on the basis of its own history and its relationship with the past. Positioning with regard to the Holocaust should be aligned not only with a country's particular situation, but also with the target
audience. The aim is to explore teaching options which encourage reflection on the Holocaust and prevent new genocides, while at the same time identifying points of resistance and the undesirable effects of well-intentioned educational intervention.

The study days will give teachers and trainers from the various member states of the IHRA, including Switzerland, the opportunity to share their practices and their experiences. The aim is to promote exchange at the international level and to encourage a diversity of perspectives so that we can learn from each other.

The study days follow on from the international conference that was organized by the IHRA and the University of Teacher Education in Lucerne in February 2016, and was dedicated to empirical research on teaching about and learning from the Holocaust around the world and in a variety of languages. The challenge for the new conference is to reflect on Holocaust Education through the lens of practices and experiences in
teaching and learning. The study days will help to implement in the classroom the goals bound up in the introduction of the Holocaust Remembrance Day, as well as the educational guidelines drawn up by the IHRA and by actors of the Swiss educational field.

How to submit a proposal

Are invited to submit a proposal: teachers, teacher trainers, cultural mediators and anyone else who has experienced pedagogical or educational approaches with pupils and that are relevant to the topics covered by the study days "Teaching about and Learning from the Holocaust".

Preference will be given to papers which set out specific experiences: educational approaches (extracurricular or school project), teaching sequences (in the classroom), audio-visual and digital teaching materials used in Holocaust education which have actually been tested with pupils in compulsory and post-compulsory education. The papers should highlight the pedagogical and educational goals, the strengths
that were identified and the difficulties that occurred.

The program for the international study days will include plenary sessions and workshops based on the papers that are submitted. In the interests of offering genuine opportunities for exchange and to ensure a coherent program, a selection of papers will be retained for the workshops. This selection will be made on the basis of the quality of the papers submitted, the way in which different perspectives are
represented (educational approaches, teaching sequences, teaching materials), the target audiences (level of teaching), and will also endeavour to achieve a balance between speakers' countries of origin (i.e. the various linguistic regions of Switzerland, the member states of the IHRA). The expenses incurred by the selected speakers (travel, accommodation, meals) will be covered by the organisers of the international study days.

Details of Papers

Proposals of no longer than 3,000 characters (including spaces) for presentations of 20 minutes may be submitted in French, German or English. They should be accompanied by a short CV and should state the institution to which the speaker is attached. The languages of communication during the study days will be French,
German and English.

Proposals should be sent to the following address by 2. May 2017 at the latest

Email: nadine [dot] fink [at] hepl [dot] ch

 

 

Kommentar hinzufügen

CAPTCHA
Diese Frage dient der Spam-Vermeidung.
Image CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.