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IBB e.V. erweitert sein Angebot von Gedenkstättenfahrten für Schulen und Jugendgruppen

Das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e. V. in Dortmund erweitert sein Angebot an Gedenkstättenfahrten für Schulen und Jugendgruppen um weitere Ziele: Denn die Vernichtungslager im Osten Polens wie zum Beispiel das frühere Konzentrationslager Majdanek sind bestens geeignet für eine pädagogisch anspruchsvolle Spurensuche Nationalsozialismus.

"Auschwitz als der Symbolort des Holocaust zieht inzwischen mehr als eine Million Besucher pro Jahr an", berichtet Agata Grzenia, seit sechs Jahren Projektmanagerin für Gedenkstättenfahrten beim IBB e.V.. "Die Lernorte im Osten Polens dagegen bieten sehr interessante Anknüpfungspunkte für eine Beschäftigung sowohl mit dem Holocaust, als auch mit der wechselvollen polnischen Geschichte und der jüdischen Kultur", sagt Agata Grzenia. "Was uns sehr überzeugt hat: Jugendgruppen finden dort Ruhe und hochinteressante Angebote für ihre pädagogische Arbeit."

Agata Grzenia und Bartholomäus Fujak, Projektmanager beim IBB e.V., hatten sich in einer Fortbildung Ende Oktober selbst einen Eindruck verschafft von den Lern- und Gedenkorten. Durch die Lage des Lagers Majdanek am Rande der geschichtsträchtigen, polnischen Stadt Lublin, aber auch durch die Anreise über Warschau und die Nachbarschaft der früheren Vernichtungslager Be?zec und Sobibór können unterschiedliche thematische Akzente gesetzt werden. Jugendliche dürfen in der Gedenkstätte Majdanek mit historischen Dokumenten arbeiten und sie können multimediale Angebote nutzen. Tiefen Eindruck hinterließ auch die Konzeption des Lernortes Be?zec. "Die besondere Architektur der Gedenkstätte berührt Besucher und bietet dadurch viel Raum zur Reflexion", sagt Bartholomäus Fujak, Projektmanager beim IBB e.V..

Das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e.V. organisiert Gedenkstättenfahrten für Schulklassen und Jugendgruppen bereits seit 1986 und beantragt als nichtschulischer Träger der Jugendarbeit auch Fördermittel. 

Wichtiger Tipp für alle, die eine Gedenkstättenfahrt planen möchten: Um alle Fördermöglichkeiten ausschöpfen zu können, sollten sich Interessierte spätestens vier Monate vor dem geplanten Termin an das IBB wenden unter

E-Mail: info [at] ibb-d [dot] de 
Tel.: 0231-952096-0

Über das IBB Dortmund

Grenzen überwinden -- das ist der Leitgedanke des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerks in Dortmund seit seiner Gründung in 1986. Dabei geht es nicht nur um Ländergrenzen, sondern auch um die Grenzen im eigenen Wissen und Verstehen. In jährlich mehr als 100 Studienfahrten, Trainings und Jugendbegegnungen ist das "Lernen aus der Vergangenheit für eine gemeinsame Zukunft in Europa" zentral. Belarus bildet dabei einen besonderen Schwerpunkt. In Minsk baute das IBB Dortmund zusammen mit belarussischen Partnern die Internationale Bildungs- und Begegnungsstätte "Johannes Rau", in der heute regelmäßig etwa 1000 Veranstaltungen pro Jahr stattfinden. 

Weitere Informationen unter www.ibb-d.de

 

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