Wettbewerb

Ausschreibung: Margot-Friedländer-Preis 2017

Mit dem Margot-Friedländer-Preis werden seit 2014 Schüler_innen ab der Jahrgangsstufe 5 in Schulen in Berlin und Brandenburg dazu aufgerufen, sich mit dem Holocaust, seiner Überlieferung und Zeugenschaft in interaktiven Projekten auseinanderzusetzen und sich gegen heutige Formen von Antisemitismus, Rassismus und Ausgrenzung einzusetzen. Das Preisgeld von bis zu 5.000 € dient der Finanzierung und Umsetzung der ausgezeichneten Projektidee.

Bewerbung 2017

Bis zum 10. November 2016 sind Berliner und Brandenburger Schüler_innen ab der 5. Klasse eingeladen, sich mit einem Projekt zu bewerben, in dem sie sich mit dem Holocaust im Kontext heutiger Erinnerungskultur auseinandersetzen.

Projektziel sollte sein, junge Menschen Wissen über die NS-Vergangenheit zu vermitteln und sie zu befähigen, sich mit den daraus gewonnenen Erkenntnissen aktiv im Kampf gegen Antisemitismus, Rassismus, Rechtsextremismus und Ausgrenzung zu engagieren. So wird nach dem Leitsatz Margot Friedländers – „Ihr müsst die Zeitzeugen sein, die wir nicht mehr lange sein können“ – eine Brücke der aktuellen Erinnerung zur Zukunft ohne Zeitzeug*innen geschlagen. Das Projekt soll von Schüler*innen eigenständig unter Betreuung einer Lehrkraft entwickelt und durchgeführt werden.

Der Margot-Friedländer-Preis ist ein Wettbewerb der Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa ermöglicht durch Ernst & Young und die Berliner Sparkasse.

Im Folgenden finden Sie die aktuelle Margot-Friedländer-Preis-Ausschreibung-2017 und Hinweise zur Bewerbung.

Eine Bewerbung ist über die Online-Bewerbungsmaske oder per E-Mail oder postalisch bis zum 10.11.2016 möglich.

Margot Friedländer

Geboren 1921 in Berlin, überlebte Verfolgung und Krieg im Untergrund in Berlin und im Konzentrationslager Theresienstadt. Sie emigrierte 1946 nach New York. Im Jahr 2003 nahm Sie eine Einladung des Berliner Senats an und besuchte ihre frühere Heimatstadt. Der Dokumentarfilm „Don’t Call it Heimweh“ von Thomas Halaczinsky (USA 2004) dokumentiert Margot Friedländers Besuch in Berlin. 2008 erschien ihre Autobiografie “Versuche, dein Leben zu machen” (Rowohlt, Berlin 2008). Nach weiteren Berlinbesuchen beschloss Margot Friedländer im Jahr 2010, dauerhaft nach Berlin zurückzukehren. Sie erhielt die deutsche Staatsbürgerschaft zurück. Am 9. November 2011 wurde ihr von Bundespräsident Christian Wulff im Schloss Bellevue das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Seit ihrer Rückkehr besucht Margot Friedländer regelmäßig Schulen und andere Einrichtungen in ganz Deutschland, um über ihr Leben zu berichten. 

 

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