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Pilotausschreibung: Theaterprojekte mit Zeugnissen von Opfern des Nationalsozialismus

Die Stiftung EVZ möchte Impulse setzen für eine lebendige Kultur des Erinnerns an den Nationalsozialismus.

Fast 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs können nur noch wenige Überlebende persönlich ihre Erinnerungen an jüngere Menschen weitergeben. Ihre Zeugnisse jedoch – Tagebücher und Briefe, Zeugenberichte und Autobiografien, Gedichte, Musik, Fotos und Bilder – bieten uns Zugänge zu ihren Schicksalen.

Projekte, in denen anhand dieser Zeugnisse individuelle Schicksale von NS-Verfolgten aufgearbeitet, reflektiert, aktualisiert und anschließend szenisch dargestellt werden sollen, sind aufgefordert sich für eine Förderung zu bewerben. Die Stiftung begrüßt besonders Vorhaben, in denen mit Jugendlichen und Erwachsenen theaterpädagogisch gearbeitet wird. Gefördert werden Theaterprojekte in Deutschland, aber auch internationale Projekte mit deutscher Beteiligung.

Ziel der Förderung ist es, jüngere Menschen für einen künstlerisch-kreativen und aktivierenden Umgang mit der Geschichte des Nationalsozialismus zu gewinnen. Die Stiftung fördert Projekte, in denen Inszenierungen erfolgreich und öffentlichkeitswirksam aufgeführt werden. Die Zeugnisse und Selbstaussagen von NS-Opfern haben einen elementaren Stellenwert innerhalb der Theaterarbeit und sind Teil der künstlerischen Darstellung.

Was wird gefördert?

Theaterprojekte mit dem Ziel der Aufführung szenischer Darstellungen (auch Dokumentartheater,

Performances, szenische Lesungen und Collagen)

Wer kann sich bewerben?

Freie Theaterhäuser, freie Theater- und Kulturschaffende in Kooperation mit festen Theaterhäusern, Bildungseinrichtungen, gemeinnützige Organisationen und Vereine

Kooperationen mit größeren Theaterhäusern und Bildungseinrichtungen sowie Aufführungen bei nationalen und internationalen Festivals werden begrüßt.

Antragstellung 

Anträge für Projekte in 2015 können bis zum 15.10.2014 eingereicht werden.

Es stehen insgesamt 60.000 € für ca. 2-4 Projekte zur Verfügung.

Die Projektanträge werden durch eine interne Jury vergleichend bewertet, die Förderentscheidungen erfolgen bis Ende 2014. Bewilligte Projekte können daher erst in 2015 beginnen.

Information, Kontakt und Beratung

Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“
Ulrike Rothe, Programmleitung
Lindenstraße 20-25
10969 Berlin
Tel.: +49 30 25 92 97-79
Email: Rothe [at] stiftung-evz [dot] de

 

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