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Die Abwertung des Anderen. Eine europäische Zustandsbeschreibung zu Intoleranz, Vorurteilen und Diskriminierung

Eine Analyse antidemokratischer Mentalitäten in acht Ländern Europas von Prof. Dr. Andreas Zick, Dr. Beate Küpper und Andreas Hövermann im Auftrag des Projekts „Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus“ des Forum Berlin der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Kontext & Ziel:

  • Die Basis der Menschenrechte und ein vielseitiges, tolerantes und multikulturelles Selbstbild Europas sind nicht nur für den Schutz von Minderheiten essentiell. Sie sind Fundament unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts und der Demokratiefestigkeit in Europa. Intoleranz, Vorurteile und Diskriminierung sind Gefahren für den Zusammenhalt pluraler Gesellschaften und damit für die Demokratie selbst. Sie zeigen an, inwieweit die Mehrheit bereit ist, soziale, ethnische, kulturelle und religiöse Minderheiten und vermeintlich ,Andere‘ als gleichberechtigte Mitglieder einer Gesellschaft zu akzeptieren und zu beteiligen, oder sie auszuschließen. Intoleranz, Vorurteile, antidemokratische Einstellungen und die Bereitschaft, andere zu diskriminieren, sind daher sensible Messinstrumente der sozialen Kohäsion von Gesellschaften.
  • Ziel der neuen Publikation ist es, die gesellschaftliche Debatte um den zunehmenden Erfolg rechtspopulistischer und rechtsextremer Kräfte in Europa aufzunehmen und für eine konstruktive Debatte über effektive Wege für ein demokratisches und solidarisches Europa zu nutzen. Mit umfassenden Befunden aus vergleichbaren Daten über Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit gegenüber unterschiedlichen Adressat/innengruppen in acht Ländern Europas (Deutschland, England, Frankreich, Niederlanden, Italien, Portugal, Polen, Ungarn) liefert die Studie eine empirische Grundlage und politische Impulse für die gesellschaftspolitische Auseinandersetzung.
  • Untersucht wurden sechs Dimensionen des Syndroms „Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“ (GMF). Dabei stand das Ausmaß, wichtige Determinanten und mögliche Ursachen von Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit im Zentrum des Interesses. Konkret analysiert wurden dabei abwertende Einstellungen und Vorurteile gegenüber solchen Gruppen, die als ‚anders‘, ‚fremd‘ oder ‚unnormal‘ definiert werden und denen ein untergeordneter sozialer Status zugewiesen wird. Hierzu zählten fremdenfeindliche, rassistische, antisemitische, islamfeindliche, sexistische und homophobe Einstellungen.

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