Erzählte Geschichte

Besatzungskinder in Polen

Die Existenz deutsch-polnischer Besatzungskinder ist der Öffentlichkeit wenig bekannt. Nach der nationalsozialistischen Ideologie von der vorgeblichen Minderwertigkeit der polnischen Bevölkerung waren sie eine Unmöglichkeit. Maren Röger geht auf den Umgang und die Lebensumstände dieser Kriegskinder ein.

„Kriegskinder in Europa“ ‒ eine junge Perspektive auf den Zweiten Weltkrieg und die Zukunft der Erinnerung

Über das Projekt „Children of War in Europe“ schreibt Constanze Jaiser. In ihrem Essay geht sie vertiefend auf den Diskurs zu Kriegskindern ein, der in Deutschland nicht selten dazu diente eigene Verantwortung für NS-Verbrechen zu relativieren. Die Ergebnisse, die die Seminarteilnehmenden aus 12 Ländern zusammentrugen, bereichern einen europäisch geführten Diskurs in mehrfacher Hinsicht. 

Die Gegenwart der Vergangenheit - Europas Kriegskinder

In ihrem Aufsatz beschreiben Gabriele Woidelko und Sven Tetzlaff den multiperspektivischen Ansatz zum Umgang mit Lebensgeschichten der Kriegskinder seitens der Körber-Stiftung und gehen auf die Notwendigkeit der historischen Kontextualisierung von Familiengeschichten ein.

Zeitzeugengespräch: „Hände hoch, bitte!“ - Ein Partisan erinnert sich

Ein junger jüdischer Partisan, Enrico Loewenthal, dessen deutsche Verwandte von den Nazis ermordet wurden, kämpft in der italienischen „Resistenza“ unter dem Kampfnamen Ico er

Nach dem Untergang – Die ersten Zeugnisse der Shoah in Polen 1944-1947

In dem von Frank Beer, Wolfganz Benz und Barbara Distel herausgegebenen Band wird erstmals in deutscher Sprache eine Auswahl von Berichten veröffentlicht, die die im Sommer 1944 in Lublin ins Leben gerufene Zentrale Jüdische Historische Kommission zwischen 1944 und 1947 in Polen mit dem Ziel publizierte, die geschehenen Verbrechen öffentlich zu machen und zu dokumentieren.

Wo sind die weißen Berge?

Helmut Krohne hat ein Zeitzeugengepräch mit Dorothy Bergmann geführt, die als Zwangsarbeiterin auf einem Todesmarsch in das KZ Bergen-Belsen kam.

»Die wollten uns doch kaputt machen!« – Zeitzeugengespräch mit Ilse Heinrich und Charlotte Kroll

Ilse Heinrich (*1924) geriet durch Arbeitsverweigerung in das Visier der nationalsozialistischen Behörden, wurde als »arbeitsscheu« verhaftet und musste ab 1943 Zwangsarbeit im G&u

»… denn die sind alle namenlos verscharrt worden.« – Zeitzeugengespräch mit Ruth Michel und Ulrich Deppendorf

Ruth Michel, geb. Rosenstock (*1928), stammt aus Königsberg. Als sie sieben Jahre alt war, zog die Familie in die Waldkarpaten, in das damals polnische Mikuliczyn.

Verfolgt von Land zu Land. Jüdische Flüchtlinge in Westeuropa 1938-1944.

Die Monografie von Insa Meinen und Ahlrich Meyer widmet sich dem Thema der jüdischen Flüchtlinge, die unter den Eindrücken der Verfolgung durch die Nationalsozialisten aus Deutschland und Österreich im Vorfeld und während des Zweiten Weltkriegs in die im Westen angrenzenden Länder emigrierten. Im Zentrum der Arbeit steht dabei die Erzählung individueller Fluchtgeschichten, die sich durch die Verbindung quantitativer Forschungsergebnisse mit der Rekonstruktion einzelner Schicksale zu einem Gesamtbild jüdischer Emigration in Westeuropa zwischen 1938 und 1944 zusammenfügt.

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